Grundtechnologien von Lichtquellen

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Lichtquellen, die wir im täglichen Leben benützen, basieren auf 4 Grundtechnologien:

  • Temperaturstrahler
  • Niederdruckentladungslampen
  • Hochdruckentladungslampen
  • Festkörperstrahler


Inhaltsverzeichnis

Temperaturstrahler

Zu den Temperaturstrahlern zählen die Glühlampen und die Halogen-Glühlampen. Lampen, die zu dieser Familie zählen, zeichnen sich durch eine hervorragende Lichtqualität aus und durch die einfache Anwendung. Allerdings ist ihre Effizienz, die Lichtausbeute, sehr tief.

Glühlampen

Das Licht der klassischen Glühlampe entsteht mit Hilfe von elektrischem Strom, der einen dünnen Draht zum Glühen bringt. Ungefähr 5 % der elektri­schen Energie wird dabei in Licht umgewandelt, der Rest wird als Wärme an die Umgebung abgegeben. Dieser schlechte Wirkungsgrad ist der Grund, dass der Vertrieb diese Licht­quelle für die Allgemeinbeleuchtung verboten wurde.

Licht und Lebensdauer

Bei der Glühlampe besteht physikalisch bedingt ein direkter Zusammenhang zwischen der abgegebenen Lichtmenge und der Lebensdauer. Wird der Wen­del mit mehr Energie belastet, gibt er mehr Licht ab. Gleichzeitig verkürzt sich die Lebensdauer der Lampe erheblich, da das Wendelmaterial aufgrund der höheren Temperatur schneller verdampft und die Wendel sich dadurch sehr schnell abnützt und ‚durchbrennt’. Umgekehrt führt die Reduzierung der Wendelbelastung und damit des Lichtes zu einer deutlichen Erhöhung der Lebens­dauer. Glühlampen sind so ausgelegt, dass sie eine durchschnittliche (mittlere) Lebensdauer von 1000 Stunden erreichen. Dies bedeutet, dass statistisch gesehen nach dieser Zeit noch 50 % der Lampen funktionieren. Eine Ab­weichung der Versorgungsspannung nach oben oder unten führt zu einer Verlängerung bzw. Verkürzung der Lebensdauer.

Halogen-Glühlampen

Halogenlampen sind - wie die klassischen Glühlampen - Temperaturstrahler. Im Gegensatz zur Glühlampe weist eine Halogenlampe jedoch keine typische Kolbenschwärzung auf. Der Grund hierfür ist der Halogenkreisprozess, durch den der Lampenkolben über die gesamte Lampenlebensdauer klar bleibt. Deshalb gibt die Halogenlampe immer einen konstanten Lichtstrom ab und erzielt eine längere Lebensdauer, als die klassische Glühlampe. Dafür sind Spuren von Halogenen im Füllgas der Halogenlampe notwendig.

Definition: Temperaturstrahler

Temperaturstrahler - wie Standard-Glühlampen und Halogenglühlampen - erzeugen Licht, indem Strom durch einen Wolframdraht fließt. Dieser Wolfram­draht kann auf Temperaturen bis über 3000° Celsius erhitzt werden. Dabei werden bis zu 10 % der aufgewendeten Energie in sichtbares Licht umge­wandelt. Kolbenschwärzung bei Standard-Glühlampen Vom glühenden Wolframdraht dampfen im Lampenbetrieb Wolframmoleküle ab. Diese lagern sich an der kühleren Kolbeninnenwand ab. Daraus resultiert die typische Kolbenschwärzung bei Standard-Glühlampen mit fortgeschrittener Betriebsdauer. Ein Teil des erzeugten Lichts wird durch die Kolbenschwärzung zurückgehalten. Dadurch nimmt das Licht einer Glühlampe über die Lebens­dauer immer mehr ab. Um den Lichtverlust so gering wie möglich zu halten, haben klassische Glühlampen deshalb einen großen Kolben. So können sich die Wolframteilchen über eine größere Fläche verteilen und die Anzahl der abgelagerten Wolframmoleküle pro Flächeneinheit bleibt gering.

Halogenzusatz verhindert Kolbenschwärzung

Bei einer Halogenlampe bleibt der Glaskolben im Gegensatz zur Standard-Glühlampe immer klar. Dafür sorgen geringste Mengen von einem Halogen, wie Jod oder Brom, in ihrem Füllgas. Die Halogene können zwar nicht ver­hindern, dass die Wolframatome von der heißen Wendel abdampfen, sie sorgen aber dafür, dass sich keine Wolframatome an der Kolbeninnenseite anlagern. Wie dies genau funktioniert, zeigt die nächste Graphik.

Halogen und Wolfram werden zu Wolframhalogenid

Bevor die abdampfenden Wolframteilchen die Kolbeninnenseite erreichen können, verbinden sich Wolfram- und Halogenmoleküle zu Wolframhalo­geniden. Diese gasförmigen Wolframhalogenide lagern sich nicht als Belag am Kolben an, sondern bewegen sich aufgrund der thermischen Konvektion frei im Lampenkolben, bis sie wieder die Glühwendel erreichen.

Stetiger Halogenkreisprozess

An der Wendel spalten sich die Wolframhalogenide aufgrund der hohen Temperatur wieder in Halogen und Wolfram auf. Die Wolframteilchen lagern sich aber nicht wieder am heißen Wendelkörper an, sondern an den kühleren Stellen der Wendel, wie etwa den „Wendelbeinchen“. Daraufhin stehen die Halogene erneut für den Halogenkreisprozess zur Verfügung. Dadurch haben die Wolframatome keine Chance, sich auf der Innenseite des Glaskolbens anzulagern und ihn schwarz zu färben. So bleibt selbst der kleinste Kolben einer Halogenlampe immer klar. Dadurch wird der unvermeidliche Lichtstrom­rückgang, wie bei Standard-Glühlampen, über die Lebensdauer hinweg vermieden.

ALU-Reflektor und Kaltlicht-Reflektor Technologie

Halogenlampen mit Reflektor bieten jede Menge Vorteile. Sie sorgen für gerichtetes Licht, setzen Beleuchtungsakzente und schaffen dadurch eine professionellen Bereich wie Architektur- oder Shopbeleuchtung. Durch Cool-Beam-Technologie oder aluminiumbeschichtete Reflektoren entstehen robuste und leistungsstarke Halogenlampen für unterschiedliche Einsatzgebiete.

Die Halogen-Reflektorlampen

sind mit unterschiedlichen Abstrahlwinkeln erhältlich: von sehr schmal (vier Grad) bis zu sehr breit (60 Grad). Eine Übersicht bietet folgende Tabelle:

Bezeichnung Abkürzung Ausstrahlungswinkel

Super Spot SSP 4° Spot SP 6-10° Flood FL 24° Wide Flood WFL 36-40° Very Wide Flood VWFL 60°

Kaltlicht-Reflektorlampen: Cool-Beam-Technologie für wärmeempfindliche Objekte

Halogen-Glühlampen mit einem Kaltlichtreflektor eignen sich ideal für die Beleuchtung wärmeempfindlicher Objekte. Auch in der Medizin finden Kaltlichtreflektoren Verwendung. Der besondere Vorteil der Cool-Beam-Technologie: Die Wärme, also die Infrarotstrahlung, die beim Betrieb der Lampe entsteht, wird hauptsächlich nach hinten abgegeben. So entsteht eine bis zu 66 % reduzierte Wärmebelastung im Lichtbündel. Die Folge: wärmeempfindliche Objekte werden durch den Einsatz dieser Technologie geschont. Durch die zusätzliche, geringfügige Lichtabstrahlung nach hinten entstehen außerdem besondere Lichtakzente. Jedoch ist darauf zu schten, dass die Wärmeabstrahlung nach hinten bei der Beleuchtungsplanung ausreichend berücksichtigt wird.

Halogenlampen mit aluminiumbeschichtetem Reflektor: ideal für Deckeneinbau

Lampen mit klassischer Cool-Beam-Technologie können nicht in Leuchten verwendet werden, bei denen aufgrund ihrer Bauweise oder des Einsatzortes die Wärmeableitung nach hinten unzureichend ist. Dazu gehören insbesondere Einbauleuchten, wie beispielsweise Deckeneinbauleuchten. Der Grund: Kaltlicht-Reflektorlampen leiten zwei Drittel ihrer Wärmestrahlung nach hinten ab, was zur Überhitzung der Einbauleuchte führen kann. Die hohen Temperaturen können so die Betriebssicherheit der Beleuchtungsanlagen gefährden. Um das zu vermeiden, werden für Deckeneinbau Halogenlampen mit einem aluminiumbeschichteten Reflektor empfohlen. Halogenlampen mit einem aluminiumbeschichteten Reflektor strahlen im Gegensatz zu Kaltlicht Reflektorlampen kaum Wärme nach hinten, beispielsweise in die Deckenverkleidung, ab. Der Großteil der Wärme wird gemeinsam mit dem reflektierten Licht nach vorne abgestrahlt.

UV-Filter Technologie

Die UV-Filter-Technologie bietet weitreichende Vorteile und entspricht den strengsten UV-Grenzwerten.

Dotiertes Quarzglas: Reduzierung von UV-Strahlen

Der Hauptbestandteil der UV-Filter-Technologie ist das dotierte Quarzglas des Lampenkolbens. Dieses mit absorbierenden Substanzen angereicherte Quarzglas filtert im Gegensatz zu herkömmlichem Quarzglas die UV-Strahlung am gesamten Strahlungsspektrum der Lampe größtenteils heraus. So werden die kurzwelligen UV-C und UV-B-Strahlen weitestgehend zurückgehalten. Die langwellige UV-A-Strahlung wird auf die Hälfte reduziert.

Auf einen Blick: Vorteile der UV-Filter-Technologie von OSRAM

Deutliche Unterschreitung der strengsten UV-Grenzwerte Reduzierte UV-bedingte Ausbleichwirkung Verringerung der UV-bedingten Materialbelastung innerhalb der Leuchte, insbesondere bei Kunststoffen
Es ist jedoch zu beachten, dass nicht nur die UV-Strahlung bei Materialien Veränderungen wie Verfärbung oder Ausbleichen verursacht. Auch das sichtbare Licht oder die Infrarotstrahlung können zu unerwünschten Veränderungen führen. Deshalb muss bei lichtempfindlichen Materialien immer auf eine adäquateBeleuchtungsstärke geachtet und die Farbechtheit geprüft werden.

Verbesserte Halogen Technologie IRC

Beste Lichtqualität und längere Lebensdauer als bei Standard-Halogenlampen sind nur einige der Vorteile der verbesserten Halogenlampen mit Infrarotbeschichtung. Hinter den Lampen steckt eine technisch hochwertige Halogen-Technologie, die durch ihre herausragenden Vorzüge überzeugt.

Vorteile der verbesserten Halogen-Technologie

  • Konstante Lichtstärke und Farbeindruck über die gesamte Lebensdauer
  • Natürliche Farbwiedergabe (Ra = 100)
  • Hundertprozentige Dimmbarkeit
  • Einfacher Ersatz herkömmlicher Halogenlampen
  • Lange Lebensdauer und dadurch ökologisch wertvoll
  • Geringere Wärmeentwicklung

Die technisch hochwertige Halogen-Technologie basiert auf zwei unterschiedlichen technischen Verfahren. Dazu zählen die IRC-Beschichtung und das Xenon-Verfahren. Beide Prinzipien haben ihre besonderen Eigenschaften und finden sich bei der Herstellung von Halogenlampen wieder.

IRC-Verfahren: Infrarotbeschichtung bei Niedervoltlampen

IRC ist ein patentiertes Verfahren. Hinter dieser Abkürzung steckt der englische Begriff Infrared Coating (Infrarotbeschichtung). Diese spezielle Beschichtung wird außen auf den Lampenkolben aufgebracht und funktioniert wie eine Art Spiegel. Sie reflektiert die Infrarot-Wärmestrahlung zurück auf die Wendel. Im Zusammenhang mit einer speziellen Kolbengeometrie wird dadurch die Wendel zusätzlich aufgeheizt. So muss um die Wendel auf Betriebstemperatur zu bringen. Durch diese Wärmerückgewinnung steigt die Effizienz der Lampe. Lampen mit IR-Beschichtung erreichen eine mehr als doppelt so lange Lebensdauer als Standard-Halogenlampen unter den gleichen Bedingungen. Aufgrund der optimalen geometrischen Voraussetzungen wird das IRC-Verfahren vor allem bei den Niedervoltlampen (zwölf Volt) von OSRAM eingesetzt.

Halogenlampen für Spezialanwendungen

Lampen mit einer Infrarotbeschichtung überzeugen durch eine längere Lebensdauer als herkömmliche Halogenlampen. IRC-Lampen werden daher auch in Spezialanwendungen eingesetzt, insbesondere in den Bereichen der Flugfeldbeleuchtung und der Medizinbeleuchtung. Bei der Beleuchtung von Flugfeldern sind die Lampen hinsichtlich ihrer Lebensdauer optimiert und im Bereich der Medizin punkten die IRC-Lampen durch ihre hohe Lichtausbeute.

Xenon-Verfahren: Seltenes Edelgas reduziert den Wärmeverlust

Durch das Füllgas in der Lampe wird ein großer Teil der Wärme von der Wendel abtransportiert. Dadurch muss der Wendel zusätzliche Energie zugeführt werden, um sie auf Temperatur zu halten. Der Wärmeverlust hängt dabei von der Art des Füllgases in der Lampe ab. Durch die Verwendung von Xenon als Füllgas anstatt beispielsweise dem Edelgas Argon kann dieser Wärmeverlust reduziert werden. Wie das funktioniert? Je größer die Atome eines Gases sind, desto geringer ist dessen Wärmeleitfähigkeit und damit der resultierende Wärmeverlust. Xenon ist ein Gas mit geringer Wärmeleitfähigkeit. Durch dessen Einsatz und den damit verbundenen geringeren Wärmeverlust wird weniger elektrische Energie zum Aufheizen der Wendel benötigt. Außerdem verlangsamen die schweren Xenonatome noch zusätzlich das Abdampfen der Wolframatome von der Wendel. Dadurch verringert sich der Materialverlust an der Wendel und die Lebensdauer der Lampe wird entsprechend erhöht. Xenon ist jedoch ein sehr seltenes Edelgas und daher entsprechend teuer.

Niederdruckentladungslampen

Zu den Niederdruckentladungslampen zählen die Leuchtstofflampen, auch Fluoreszenzlampen genannt, und die Kompaktleuchstofflampen. Lampen, die zu dieser Familie gehören, zeichnen sich durch eine sehr gute Effizienz, die Lichtausbeute, aus. Sie sind sehr kompakt und bieten sehr hohe Lichtströme an. Allerdings sind sie technisch anspruchsvoll und benötigen ein Vorschaltgerät für den Betrieb.

Leuchtstofflampen und Fluoreszenzlampen

Funktionsprinzip einer Leuchtstofflampe

Leuchtstofflampen funktionieren nach dem Prinzip der Niederdruck-Gasent­ladung. Bei Niederdruck-Gasentladungslampen wird das Glasrohr mit einem Edelgas mit niedrigem Druck und einer geringen Menge Quecksilber gefüllt. Die Glaswand ist mit einem Leuchtstoff beschichtet. Im Gehäuse befinden sich zwei Elektroden, zwischen denen ein elektrisches Feld entsteht und eine Gasentladung stattfindet. Durch die Entladung sendet der Quecksilberdampf UV-Strahlen aus. Sobald die UV-Strahlung auf den Leuchtstoff trifft, emittiert dieser sichtbares Licht. Durch eine geeignete Leuchtstoffmischung kann die dabei entstehende Lichtfarbe variiert werden. So ist es möglich, Leuchtstoff­lampen für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche zu konzipieren.

Vorteile der Niederdruck-Gasentladung

  • Flackerfreier Sofortstart im EVG-Betrieb
  • Hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit

Die Lichtausbeute der Leuchtstofflampen

Leuchtstofflampen bieten eine hohe Lichtausbeute und sind auf maximale Wirtschaftlichkeit ausgelegt. Sie liefern höchsten Lichtstrom pro Lampen­leistung (Lumen pro Watt). Die High Efficiency-Produkte bieten eine Licht­ausbeute von über 100 Lumen pro Watt. Dank einer Lebensdauer von bis zu 20'000 Stunden bieten diese Lampen eine hervorragende Wirtschaftlichkeit.

Die Lichtfarbe von Leuchtstofflampen

Je nach Wunsch und Budget bieten die Leuchtstofflampen verschiedene Lichttemperaturen und Lichtqualitäten an. Die Lichttemperatur bestimmt die Lichtstimmung – kaltes oder warmes Licht. Als Messgrösse wird die Temperatur in Grad Kelvin verwendet.

Lichtfarbe, Farbtemperatur, Wirkung

  • Daylight > 5000 Kelvin Kaltes, tageslichtähnliches Licht
  • Cool White 3300 - 5000 Kelvin Frisches Licht für Arbeitsräume
  • Warm White < 3300 Kelvin Warmes Licht

Die Lichtqualität beschreibt, wie gut Farben im Licht einer bestimmt Lichtquelle zu erkennen sind. Diese Eigenschaft wird mit dem Farbwiedergabeindex (Ra) beschrieben. Je höher der Ra-Wert einer Lichtquelle ist, desto besser die Farberkennung. Der maximale Wert beträgt gemäss Definition 100.
Leuchtstofflampen werden in allen verschiedenen Lichtfarben angeboten. Die wirtschaftlichste Beleuchtung wird mit 3-Banden-Lampen erreicht. Die Farb­wiedergabe, die hier erreicht wird, fällt in den Wiedergabebereich Ra80. Sie sind damit ideal einsetzbar für die meisten Anwendungsbereiche, wie beis­pielsweise Bürobeleuchtung, Shop-, Restaurant,- Wohnzimmer- oder Outdoor-Beleuchtung. An Orten, an denen Farbwiedergabe ein sehr wichtiger Faktor ist, etwa in Museen, Labors oder im grafischen Gewerbe, müssen Vielbanden-Lampen Ra>90) gewählt werden.

Die Cold Spot Technologie – Kondensationspunkt in der Entladungsröhre

Eine hohe Lichtausbeute – das Verhältnis zwischen Lichtstrom und Leistungsaufnahme – ist bei Leuchtstoff- und Kompaktleuchtstofflampen erreicht, wenn ein optimaler Quecksilberdampfdruck in der Entladungsröhre herrscht. Ob das der Fall ist, hängt von der Temperatur an der inneren Rohrwand ab und wird durch das Verdampfen von Quecksilber und seiner Kondensation am Cold spot (kalte Zone) der Entladungsröhre geregelt. Die kalte Zone ist der Bereich mit der niedrigsten Temperatur an der Rohrwand. Hier kondensiert das überschüssige Quecksilber. Die Temperatur an der kalten Zone definiert die Höhe des Quecksilberdampfdrucks und hat daher einen entscheidenden Einfluss auf den Lichtstrom. Leuchtstofflampen sollten immer so konzipiert und produziert werden, dass sich die kalte Zone bei 100 % Lichtstrom auf 45 ° bis 50 ° Celsius erwärmt. Das Maximum der Erwärmung sollte bei 100 ° Celsius liegen. Bei dieser maximal zulässigen Temperatur am Cold Spot ist mit einer Reduzierung von bis zu 60 % des maximalen Lichtstroms zu rechnen. Bei Amalgamlampen wird der Quecksilberdruck – und damit der Lichtstrom – durch die Zusammensetzung des Amalgams und die Temperatur im Entladungsgefäß gesteuert. Die optimale Amalgamtemperatur für T5 HO CONSTANT-Lampen im Entladungsgefäß beträgt 50° bis 120° Celsius. Dies stimmt überein mit einem Umgebungstemperaturbereich von 5° bis 70° Celsius bei 90 % des maximalen Lichtstroms. Kompaktleuchtstofflampen mit Stecksockel erreichen ihren optimalen Amalgamdampfdruck im Temperaturbereich von 85° bis 115° Celsius. Auch hier werden 90 % des Lichtstroms in einem Umgebungstemperaturbereich von 5° Celsius bis zu 70° Celsius erreicht.

Kompakt-Leuchtstofflampen

Kompaktleuchtstofflampen vereinen die Vorteile der Leuchtstofflampen mit kleineren Abmessungen. Damit können sie in kompakten Leuchten, wie Downlight oder Stehleuchten, eingesetzt werden.

Funktionsprinzip einer Kompakt-Leuchtstofflampe

Kompakt-Leuchtstofflampen funktionieren wie Leuchtstofflampen nach dem Prinzip der Niederdruck-Gasentladung. Bei Niederdruck-Gasentladungs­lampen wird das Glasrohr mit einem Edelgas mit niedrigem Druck und einer geringen Menge Quecksilber gefüllt. Die Glaswand ist mit einem Leuchtstoff beschichtet. Im Gehäuse befinden sich zwei Elektroden, zwischen denen ein elektrisches Feld entsteht und eine Gasentladung stattfindet. Durch die Ent­ladung sendet der Quecksilberdampf UV-Strahlen aus. Sobald die UV-Strah­lung auf den Leuchtstoff trifft, emittiert dieser sichtbares Licht. Durch eine ge­eignete Leuchtstoffmischung kann die dabei entstehende Lichtfarbe variiert werden. So ist es möglich, Leuchtstofflampen für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche zu konzipieren.

Kompaktleuchtstofflampte mit Stecksockel

Die Kompakt-Leuchtstofflampe ist bei dieser Bauform mit einem Steck­sockel verbunden. Verschiedene Sockelvarianten verhindern eine falsche Bestückung. Diese Lichtquellen benötigen ein separates Vorschaltgerät, das den korrekten Betrieb der Lampe sicher­stellt.

Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgeraet und Schraubsockel (Energiesparlampe)

Diese Lampe wurde entwickelt, um Glühlampen zu ersetzen. Sie besitzen somit praktisch die gleichen Abmes­sungen. Durch den Einsatz dieser Lampen kann der Stromverbrauch um 80 % reduziert werden.

Hochdruckentladungslampen

Zu den Hochdruckentladungslampen zählen die Halogen-Metalldampflampen und die Natrium-Hochdrucklampen. Lampen die zu dieser Familie gehören zeichnen sich durch eine sehr gute Effizienz, die Lichtausbeute, aus, sie sind sehr kompakt und bieten sehr hohe Lichtströme an. Allerdings sind sie technisch anspruchsvoll und benötigen ein vorschaltgerät für den Betrieb.

Halogen-Metalldampflampen

Metalldampflampen sind echte Licht-Turbos. Robust, langlebig und leistungs­stark. Sie kommen vor allem im gewerblichen Bereich zum Einsatz und erfül­len dort wichtige Aufgaben. Sie schaffen anregendes, attraktives und farb­treues Licht in Verkaufsräumen und Hotels, sorgen in Industriehallen, Sport­stätten und dem öffentlichen Raum für Übersicht, Sicherheit und seltene Wartungsintervalle – und helfen nicht zuletzt Pflanzen und Blumen beim Erblühen. Und das bei äußerster Effizienz und Wirtschaftlichkeit! Hohe Lichtausbeute, lange Lebensdauer, gute Farbwiedergabe und Wirt­schaftlichkeit sind entscheidende Vorzüge von Hochdruckentladungslampen. Ihr Licht wird auf kleinstem Raum erzeugt. Hochdruckentladungslampen sind nahezu mit Punktlichtquellen vergleichbar. Für Lichtlenkung und Brillanz der Beleuchtung hat das viele positive Effekte.

Das Funktionsprinzip: Lichterzeugung durch Gasentladung

Hochdruckentladungslampen unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise deut­lich von herkömmlichen Glühlampen. Licht wird hier durch eine Gasentladung erzeugt, die in einem Brennergefäß zwischen zwei Elektroden nach der Zün­dung entsteht. Die elektrische Leitfähigkeit wird dabei durch ionisierte Fül­lungsbestandteile hergestellt. Die Elektroden sind in ein vollständig abge­schlos­senes Entladungsgefäß integriert. In der Gasentladung werden durch den Stromfluss die Leuchtzusätze (Metall­halogenide) und das Quecksilber angeregt und geben die Anregungsenergie in Form von charakteristischer Strahlung ab. Die Mischung von Strahlungsan­teilen verschiedener Elemente ergibt die gewünschte Farbtemperatur und Farbwiedergabe. Das Quecksilber ist im Betriebszustand vollständig ver­dampft.

Natrium-Hochdrucklampen

Natriumdampf-Hochdrucklampen erreichen die höchste Lichtausbeute unter allen Hochdruckentladungslampen mit bis zu 150 Lumen pro Watt. Sie sind damit eine der wirtschaftlichsten Lichtquellen in der Allgemeinbeleuchtung. Das Licht dieser Lampen kennen wir hauptsächlich aus der öffentlichen Beleuchtung. Es ist gelb und bietet eine stark reduzierte Lichtqualität (Ra-Wert) an. Farben können somit nur eingeschränkt erkannt werden. Dies ist der Grund, weshalb diese Lampen kaum - ausser in der Strassenbeleuchtung - eingesetzt werden.

Festkörperstrahler

Festkörperstrahler

Leuchtdioden, welche zur Familie der Festkörperstrahler gehören, werden alle traditionellen Lichtquellen ersetzen. Sie werden einerseits direkt und untrennbar in die Leuchte eingebaut und andererseits als Retrofit mit einem Sockel versehen, so dass sie im Austausch mit einer traditionellen Lichquelle eingesetzt werden können.

Was ist ein LED-Retrofit?

Unter LED-Retrofits versteht man LED-Retrofit-Lampen für den direkten Ersatz von Standardlampen. Das heisst Bauform und Sockel sind identisch und es muss keine zusätzliche Elektronik eingesetzt werden. Heute sind in der Regel die gängigsten Sockeltypen, Bauformen, Lichtfarben erhältlich.

Vorteile von LED-Retrofits:

  • Hohe Energieeinsparung
  • Echtes Glühlampen-Weiss mit 827
  • Gleichmässige Lichtverteilung/geringer Lichtstromabfall
  • Hohe Lebensdauer
  • Gute Farbwiedergabe
  • Dimmbar
  • Energieeffiziensklasse A+
  • Glühlampenersatz gemäss der Europäischen Öko-Design-Richtlinien (ErP)
  • Verschiedene Produkte haben zusätzliche Vorteile (siehe Datenblätter oder Angaben auf den Etiketten)

Auswahlkriterien für LED-Retrofits:

  • Sockel (E27, E14, GU4, GU5.3, GU10, G9 etc)
  • Bauform / Kolbenform (Kugelform, Kerzenform, Spot, Reflektor etc.)
  • Klarglas, Matt, Lichtfarbe
  • Spannung (230 Volt, 12 Volt (Gleich-und Wechselspannung)
  • Lichtstärke Lumen
  • Farbwiedergabe
  • Dimmbarkeit
  • Energieeinsparung, Enegieeffizienzklasse
  • Lebensdauer
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Ausstrahlungswinkel

LCC-Technologie

Die LCC-Technologie ist ein neues Verfahren zur Lichterzeugung. LCC-Leuchtmittel sind Retrofit-Leuchtmittel mit verschiedenen Sockeln. Mit der gleichen Technologie entstehen auch Leuchten für diverse Ansprüche. LCC steht für Laser Crystal Ceramics. Die Basis der LCCTechnologie bildet ein künstlicher Kristall, der durch Elektrolumineszenz Energie in sichtbares Licht umwandelt. Die LCC-Kristalle sind auf dem Chip als Linse angeordnet, die das Licht bündeln und für eine hohe Lichtausbeute sorgen. Im Vergleich zu LED-Lampen sind Effzienzsteigerungen von 20 – 30 % möglich. Das Spektrum der LCC-Leuchtmittel ist dem der Glühlampe sehr ähnlich: Die Ra-Werte sind mit Ra > 90 sehr gut und vergleichbar mit der Qualität von Glühlampen. Die Leuchtmittel sind in verschiedenen Lichtfarben erhältlich. Vor allem rote Farben werden mit LCC-Leuchtmitteln sehr gut wiedergegeben. Die Lebensdauer liegt bei ca. 35’000 Std., genaue Angaben sind dem Herstellerdatenblatt zu entnehmen. Spektrum von 1.1 A Energy World 3W

Das Wichtigste im Überblick

Lichtqualität: Warmweisses, brillantes Licht mit sehr guter Farbwiedergabe (Ra > 90) vergleichbar mit Glühlampenlicht. Hohe Lebensdauer Die Lebensdauer eines LCC-Leuchtmittels kann bis zu 35’000 Stunden erreichen. Startverhalten LCC-Leuchtmittel starten sofort auf 100 % Lichtleistung. Hohe Schaltfestigkeit: LCC-Leuchtmittel können mindestens 250’000 Mal ein- und ausgeschaltet werden. Sockeltypen und Form: 230 V Standard Schraubsockel E27 oder E14 230 V Halogensockel GU10, 12 V Niedervoltsockel MR16, GY 6.35 Dimmbarkeit: LCC-Leuchtmittel 230 V, GU10 und 12 V, MR16 GY 6.35, etc. sind in dimmbarer Ausführung erhältlich.

Die Vorteile der LCC-Leuchtmittel:

  • Geringe Wärmeentwicklung (80 % Licht, 20 % Wärme)
  • Sehr gute Farbwiedergabe (Ra > 90)
  • Verschiedene Lichtfarben erhältlich (ww, nw, tw)
  • Geringe Leistungsaufnahme
  • Lange ebensdauer, ca. 35’000 Std.
  • Keine chadstoffe, giftfrei
  • Erschütterungsbeständig, robust
  • Einsetzbar von –30 bis +50 °C
  • Keine UV-Strahlung
  • Sehr geringe IR-Strahlung
  • Kein Elektrosmog (< 0,1 V/m)
  • Geprüft vom ESTI, eidgenössischen Starkstrominspektorat
  • Ökologischer Beitrag zur Senkung der CO2-Belastung
  • Unproblematische Entsorgung
  • Vorteile gegenüber LED-Retrofit-Leuchtmitteln
  • Optik, Erscheinungsbild (kein Kühlkörper notwendig)
  • Höhere Lichtausbeute (> 100 lm/W)
  • Bessere Abstrahlcharakteristik
  • Angenehmere Farbcharakteristik
  • Bessere Farbwiedergabe
  • Keine Schadstoffe, giftfrei
  • Unproblematische Entsorgung

LCC im Vergleich zur Glühlampe

3 W LCC-Leuchtmittel entspricht einer 30-W-Glühlampe
5 W LCC-Leuchtmittel entspricht einer 50-W-Glühlampe
Die LCC-Technologie stellt vor allem aufgrund ihrer guten Lichtqualität eine Alternative zur Glühlampe dar. Ein mögliches Einsatzgebiet, bei dem die LCC-Lampe auch mit ihrer glühlampenähnlichen Optik punktet, ist in Designerleuchten mit sichtbaren Leuchtmitteln oder historischen Kristalllüstern.

Quelle / Links


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