Glossar Glasfasertechnik

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Pigtail

Kurzes Stück Lichtwellenleiter ohne Hülle mit einseitig angebrachten LWL-Stecker. Nur zum Spleißen an Verlegekabel und zur Ablage in einer Spleißbox geeignet.

Patchkabel (Rangier- Adapterkabel)

sind sehr flexibel, weisen jedoch nur eine geringe Zugentlastung auf. Mittels LWL-Kupplung und einem Patchkabel kann auf andere Steckertypen adaptiert werden, z.B. Verlegekabel mit ST-Stecker auf ein Endgerät mit LC-Buchse: ST (St.) Verlegekabel --> ST (Bu.)-ST (Bu.) Kupplung --> ST (St.)-LC (St.) Patchkabel --> LC (Bu.) Endgerät.

Innenkabel

mit guter Zugentlastung (Aramidgarn), flexibel und halogenfrei. Diese Kabel sind für den Steigbereich und die Etagenverkabelung geeignet.

Aussenkabel

sind sehr robust und mit witterungsbeständigem PE-Aussenmantel versehen. Zudem ist der Faserkern gegen Eindringen von Wasser und gegen Nagetierbisse geschützt.

Universalkabel

sind für Innen- und Aussenverlegung geeignet. Im Aussenbereich ist das Kabel gegen Feuchtigkeit und Nagetiere geschützt und für direkte Erdverlegung geeignet, jedoch werden Leerrohre oder Kabelschächte empfohlen. Der Mantel ist flammwidrig und halogenfrei, wodurch das Kabel auch im Innenbereich Anwendung findet.


Bandbreite (Upload/Download)

Datenmenge, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums übertragen werden kann. Bei Glasfasernetzen ist diese Datenmenge deutlich höher als bei anderen Technologien. Werden Daten verschickt oder hinaufgeladen spricht man von Upload, werden sie empfangen oder heruntergeladen von Download.

Building Entry Point (BEP) ready

Das Glasfaserkabel ist bis ins Gebäude (Hausanschlusskasten) verlegt. Wird auch als HÜP Hausübergabepunkt bezeichnet.

Breitband

Oberbegriff für schnelle Internetzugänge wie DSL, Kabelnetz, Mobilfunknetz oder Glasfaser.

Cloud Computing

Unternehmensdaten werden nicht im Unternehmen gespeichert, sondern an externen, dezentralen Standorten. Beim Cloud Computing sind sie so für alle Nutzer bedarfsorientiert und flexibel von überall her über einen schnellen Internetzugang verfügbar. Das System kann auch von Privaten genutzt werden.

Dark Fiber

Glasfaserkabel, die in Rohranlagen eingezogen werden aber noch nicht genutzt, respektive belichtet werden. Damit sie zur Daten- und Signalübertragung genutzt werden können, müssen weitere Elektronikkomponenten installiert werden.

Drop

Teil des Glasfasernetzes in den Quartieren, Netzbau von der Transformationsstation bis zu den einzelnen Gebäuden.

Endkunden

Endkunden sind die Nutzenden von Services wie TV, Internet oder Telefonie auf dem Glasfasernetz.

Endkundengerät / DRG

In der Wohnung oder den Geschäftsräumen der Endkunden wird ein Gerät installiert, welches die für die Services der verschiedenen Anbieter benötigten Anschlüsse (RJ45- Schnittstelle) aufweist. Im Endkundengerät werden die Lichtimpulse aus dem Glasfasernetz in elektrische Impulse umgewandelt. DRG steht „Digital Residential Gateway“. Die von fiberstream verwendeten Endkundengeräte heissen sind von der Firma Genexis (www.genexis.eu).

FTTB (Fiber to the Building)

FTTB ist eine Glasfaser-Anschluss der bis in den Technikraum oder den Keller von Gebäuden geführt wird. Elektrizitätswerke nutzen wenn möglich vorhandene Strom- Rohrleitungen.

FTTH (Fiber to the Home)

Das Verlegen von Glasfasern (Lichtwellenleitern) bis in die Wohnungen oder die Ge- schäftsräume.

Glasfaser

Dünne Fasern aus Quarzglas welche geschmolzen zu dünnen Fäden gezogen werden. In Glasfaserkabeln werden sie zur Datenübertragung eingesetzt.

Glasfaserkabel

Übertragungsmedium für die Datenkommunikation. Die aus Glas bestehenden dünnen Fasern werden zu Kabeln zusammengefasst, können optische Signale transportieren und werden deshalb auch Lichtwellenleiter genannt.

Glasfasernetz

Sehr schnelles Netzwerk, dessen Leitungen aus Glasfasern bestehen. Dabei werden die Daten in Form von Lichtimpulsen in Lichtgeschwindigkeit weitergegeben, indem ein Lichtstrahl als Informationsträger dient.

Inhouse

Der Ausbau innerhalb der Gebäude, vom Hausanschlusskasten im Keller bis zur Glasfasersteckdose in der Wohnung oder den Geschäftsräumen.

Kabelnetz

Ein aus mehreren elektrischen Leitungen (Koaxialkabeln) zusammengefügtes Netzwerk. Dieses wird in der Schweiz vor allem von Kabelnetzanbietern wie der Cablecom benutzt. Im Vergleich zum Glasfasernetz weist es geringere Übertragungskapazitäten auf.

Koaxialkabel

Medium für die Übertragung von Daten, bei dem die Daten mittels elektromagnetischer Wellen über zwei ineinander liegende (koaxial angeordnete) Kupferleiter übertragen werden. Diese Technologie wird bei Kabelnetzen verwendet.

Kupfernetz

Übertragungsmedium für analoge oder digitale Signale in der Kommunikationstechnik, zum Beispiel Telefonie. Diese Technologie wird beim traditionellen Swisscom-Festnetz oder bei ADSL benutzt. Im Vergleich zu anderen Technologien weist es deutlich geringere Übertragungskapazitäten auf.

Layer 1

Passivnetz; das Glasfasernetz als reine Infrastruktur bestehend aus Rohrleitungen und Glasfasern.

Layer 2

Aktivnetz; das Glasfasernetz ist ausgerüstet mit diversen Komponenten, die es nutzbar machen. Darauf können Services wie TV, Internet oder Telefonie angeboten werden.

Layer 3

Services wie TV, Internet oder Telefonie, die über das Glasfasernetz bezogen werden können.

Letzte Meile

Der letzte Abschnitt der Leitung, die zum Hausanschluss bzw. zum Haushalt führt. Die Letzte Meile stellt in herkömmlichen Netzen den Engpass dar, weil die Kupferleitungen auf der Letzten Meile zu wenig leistungsfähig sind. Bei FTTH werden die Glasfasern bis in die Wohnungen gezogen, womit die Übertragungskapazitäten durchgehend gleich hoch sind.

Lichtwellenleiter (LWL)

Anderer Begriff für Glasfaserkabel.

Netzübergabepunkt

Der Standort im Glasfasernetz, wo verschiedene Netze zusammengeschlossen werden.

Service Provider

Anbieter von Telekommunikations-, Multimedia- und Internetdienstleistungen. Diese werden einzeln oder gebündelt angeboten – meist in Form eines Abonnements.

Smart Grids (intelligente Stromnetze)

Zukunftsorientierte Lösungen, um den Strom ohne Komforteinschränkung dann zu verbrauchen wenn er produziert wird und die Stromtransporte in den Verteilnetzen zu optimieren. Smart Metering «Smart Meters» sind Stromzähler mit erweitertem Anwendungsgebiet. Sie sollen z.B. Verbrauchsprofile (Lastgangmessung) erstellen und die elektronische Fernauslesung (anstelle der Ablesung durch Personal) ermöglichen. Sie werden für die Stromanschlüsse von Haushalten eingesetzt. Verbraucher sollen dadurch unmittelbar in die Lage versetzt werden, den aktuellen Stromverbrauch wie auch die eigenen Verbrauchsgewohnheiten zu kontrollieren und somit zu einem sparsameren Verhalten finden. Das Glasfasernetz ermöglicht das automatische Ablesen solcher Zählerstände.